MFH Stettbach 43, Zürich

Bauherrschaft: Ana und David Dubois, Zürich
Architekten: Kämpfen für Architektur, Zürich

Das Gebäude aus dem Jahr 1970 hatte eine markante architektonische Sprache und ist dem damaligen Zeitgeist entsprechend mit variantenreichen Betonelementen ausgestattet. Das Gebäude war praktisch ungedämmt und hatte einen hohen Verbrauch an Heizöl.

Das Gebäude wäre in seiner quadratischen Grundform äusserst kompakt, diese positive Eigenschaft wird aber relativiert durch die vielen kleinen Balkon-Einschnitte. Leider lassen sich diese aus baurechtlichen Gründen nicht aufheben und zu Wohnraum oder als Wintergarten ausbauen. 

Trotzdem wurde das Gebäude zu einem Null-Energie-Gebäude verwandelt. Dies passiert einerseits durch die sehr gute Dämmung des gesamten Baukörpers, sowie eine Aufstockung in Holzbauweise. Entscheidend ist aber die Wärmeversorgung, welche primär solar erfolgt. Die Südfassade wurde mit vertikalen Solarkollektoren verkleidet, welche mehr als die Hälfte der Wärme (für Heizung und Warmwasser) produzieren. Die Wärme wird in einen Warmwasserspeicher über alle Geschosse im Gebäudeinnern gespeichert (mit 19 m Länge der bisher grösste Jenni-Speicher). Die restliche Wärme wird mit einer Wärmepumpe erzeugt, der Strom dazu wird wiederum solar erzeugt, mittels flach verlegten Panels auf dem Flachdach.

Auf diesem Weg hat das Gebäude das Minergie-A-Zertifikat ZH-045-A erhalten.

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Foto Südwest 500.jpg

Neue Fassade mit Solarkollektoren und Fassadenbegrünung

(Fotos: Kämpfen für Architektur)

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Ansicht Bestand

Stettbach43

Die Projektwebseite mit allen Infos zur Vermietung.

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Einbau Speicher

Der Einbau des 19 m3-Wasserspeichers war spektakulär und wurde vor grossem Publikum ausgeführt.

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Kämpfen für Architektur

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Das Architekturbüro von Beat Kämpfen engagiert sich schon seit Jahrzehnten für nachhaltiges Bauen und ist ein Vorreiter für Plus-Energie-Bauten.